Prävention von Herzkrankheiten: Kleines Umdenken, große Wirkung!

Herz-Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Europa. Doch jeder Mensch kann dazu beitragen, dass eine solche Erkrankung gar nicht erst entsteht. Eine gesunde Lebensweise und allen voran ausreichend Bewegung ist Grundlage für die Prävention. Integrieren Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag und sagen Sie Bluthochdruck und Arterienverkalkung den Kampf an!

Wussten Sie, dass Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in der westlichen Welt darstellen? Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lassen sich mehr als die Hälfte der Todesfälle in Europa auf Kreislaufstörungen und Erkrankungen des Herzens zurückführen.

Tausende Menschen sterben jährlich an

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • schwachem oder nicht mehr richtig funktionierendem Herzen
  • sonstigen Durchblutungsstörungen, die zu einer Unterversorgung lebenswichtiger Organe führen

Damit liegen Kreislauferkrankungen als Todesursache noch weit vor Tumorerkrankungen.

Zwar bestehen manche Herzprobleme von Geburt an, doch die WHO erklärt, dass rund 80% der verschiedenen Kreislauferkrankungen vermeidbar sind. Und wie? Sie müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, was gut für Ihren Körper ist – und vielleicht ein paar Dinge in Ihrem Alltag ändern.

Der Alltag wird zum Verhängnis

Herz- und Kreislauferkrankungen treten häufig schleichend auf. Arterien beginnen zu verkalken, was den reibungslosen Blutfluss erschwert. Dadurch muss das Herz mehr arbeiten und der Blutdruck steigt. Dieser Prozess läuft sehr langsam ab und zieht sich über Jahre oder Jahrzehnte, ohne, dass der Betroffene überhaupt Beschwerden bemerkt. Der Körper kann viele Probleme anfänglich ausgleichen und behelligt uns nicht mit diesen „Kleinigkeiten“ – wir haben schließlich viel zu tun. Einen anstrengenden Job, Hobbys, Familie, Freunde und oft muss alles schnell gehen.

Dass Burger, Pizza und Fertigmahlzeiten nicht gut für die Gesundheit sind, ist nichts Neues, und auch Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss stehen auf der Liste der gesundheitsschädlichen Angewohnheiten ganz oben. Doch haben Sie auch schon an Ihre Muskeln gedacht?

Muskeln verleihen uns Mobilität und Ausdauer, und Bewegung regt den Stoffwechsel an. Viele Menschen sitzen jedoch den ganzen Tag im Büro, andere verrichten stehende Tätigkeiten. Beides ist Gift für Körper und Kreislauf. Durch das Sitzen und Stehen staut sich das Blut und außerdem wird aufgenommene Energie nicht in Kraft umgewandelt, sondern in Fett. Das setzt sich an – an der Hüfte und mit der Zeit auch in Form von Verkalkungen in den Blutgefäßen.

Bewegung ist gesund!

Keine Zeit? Schlechte Ausrede!

Ausreichend Bewegung gehört damit zu den wichtigsten Grundlagen für einen gesunden Lebensstil. Nein, wir möchten Sie nicht zum Hochleistungssport animieren. Laut der WHO ist jede Art von Bewegung gesund – wichtig ist nur, dass Sie sich bewegen. Bewegung lässt sich ausgezeichnet ohne viel Aufwand in den Alltag integrieren. Hinterfragen Sie einfach Ihre Gewohnheiten!

Erledigen Sie kleinere Gänge auch mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Lassen Sie den Aufzug links liegen und nutzen Sie die Treppe. In der Mittagspause bietet sich ein kurzer Spaziergang um den Block an – und wie wäre es, das Auto 400 Meter weiter weg abzustellen? Auf diese Weise kommen Sie fast automatisch zu mehr Bewegung. Auch Ihre Freizeit sollten Sie nicht ausschließlich sitzend verbringen. Bummeln Sie durch die Stadt, gehen Sie ab und zu schwimmen, verbinden Sie einen Restaurant- oder Kinobesuch mit einem kurzen Spaziergang, besuchen Sie Sehenswürdigkeiten, die Sie noch nicht kennen.

Präventionsmediziner unterstreichen, dass 10.000 Schritte am Tag fast jede chronische Erkrankung verhindern können, wenn man rechtzeitig damit anfängt. Dieses Ziel ist anfangs ambitioniert, doch wenn Sie umdenken und Bewegung nicht als Ärgernis, sondern als Chance betrachten, dann summieren sich viele kleine Schritte schnell.

Motivation durch technische Helfer

Überblick über Ihre tägliche Bewegung bieten Ihnen sogenannte Activity Tracker. Diese kleinen Armbänder registrieren Ihre Schritte und zeigen Ihnen an, wie aktiv – und inaktiv! – Sie wirklich sind. Sie können tägliche Ziele festlegen, die Sie dazu motivieren, doch noch ein wenig mehr zu gehen. Manche Tracker machen sich sogar durch ein kurzes Vibrieren bemerkbar, wenn Sie sich zu lange nicht bewegt haben.

Ob mit oder ohne technische Hilfsmittel – denken Sie einfach daran: Der Nutzen von mehr Bewegung ist enorm, der Aufwand dagegen gering. Auch weiteren Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht und manchen Krebserkrankungen lässt sich mit ausreichend körperlicher Aktivität vorbeugen. Sie haben damit die Möglichkeit, sich selbst langfristig etwas Gutes zu tun – und für ein paar kleine Änderungen im Lebensstil ist es nie zu spät!


von Debora Pape. 27.11.2017


7 Antworten auf „Prävention von Herzkrankheiten: Kleines Umdenken, große Wirkung!“

  1. Eine Herzkrankheit ist sehr gefährlich und deswegen auch ernstzunehmen. In der heutigen gesellschaft leiden die Menschen immer mehr unter Herzkrankheiten, was ich auch bei meiner arbeit in der Langzeitpflege sehe. Das Thema, wie man also Herzkrankheiten vorbeugen kann, ist sehr wichtig. Oft werden die alten leute in den Heimen sofort mit Medikamenten und zwar nur mit Medikamenten behandelt, wenn von einer Herzkrankheit die rede ist. Dass es jedoch noch viele andere Therapien wie Bewegung im alter mit spaziergängen usw gäbe, dies wird oft vergessen. Ich finde man sollte der Hesellschaft besser erklären was Herzkrankheiten sind und was man dagegen unternehmen kann. Aus diesem grund finde ich super das man hier auf das vorbeugen einer solchen schaut. Ich hoffe dieses Thema wird in der Zukunft noch öfters diskutiert.

  2. Klienten mit einer Herzkrankheit, brauchen sehr viel Pflege. Ich arbeite in der Spitex und habe deshalb ein gutes Praxisbeispiel zu diesem Thema. Ihre grösste Sorge ist das sie wieder einen Herzinfarkt bekommt, weil sie schon einen hatte. Wichtig ist das man sie aufklärt über die Anatomie vom Herz und, wie fest sie sich anstrengen darf bei der Arbeit. Ihr Garten liegt ihr sehr am Herzen und sie liebt es dort zu arbeiten aber sie macht sich sorgen das sie wieder einen Herzinfarkt bekommen könnte. Ich sage ihr auch das es wichtig ist die Medikamente zu nehmen gegen hohen Blutdruck und das sie gut eingestellt ist mit den Medikamenten, aber sie sieht den Grund machmal nicht dahinder und nihmt sie auch nicht ein, ich versuche mit ihr durch die Kommunikation sie mehr aufzuklären und ihr zu zeigen das es Wichtig ist für ihre Gesundheit.

  3. Viele wissen, dass eine Herzkrankheit das Ende bedeuten kann, jedoch nicht was sie tun können um ihr Risiko zu senken. Deshalb finde ich ihren Beitrag sehr lehrreich und wichtig. Man sollte sich bewusst werden, dass man mit kleinen Dingen viel tun kann. Das Ganze beginnt damit sich gesund zu ernähren, mann sollte auf eine ausgewogene, frische, fett-und salzarme Kost achten, dies ist nicht nur hilfreich um eine Herzkrankheit vorzubeugen, sondern kann das Risiko an Diabetes Typ 2 und Adipositas zu erkranken senken. Ebenfalls zu einem gesunden Lebensstil sollte man auf Nikotin und andere Drogen verzichten. Der Genuss von Alkohol sollte man ebenfalls unterlassen oder zumindest in geringen Mengen und selten zu sich nehmen. Durch den Verzicht von Nikotin kann man nur schon das Risiko einer Arteriosklerose senken, welche zu einer Hypertonie oder Angina pectoris führen kann.
    Und natürlich darf man die Bewegung nicht vergessen, welche den Kreislauf in Schwung haltet. Auch sollte man Stress vermeiden und auf genügend Schlaf achten. Ich arbeite in einem Spital und werde in der Zukunft mehr auf die Präventionen achten und die Patienten darauf aufmerksam machen.

  4. Ich finde diesen Beitrag gut und auch Wichtig. Ich arbeite auf der Langzeitpflege. Die Bewegung ist eine grosse Prävention, umso wichtiger deshalb, eine gesunde Bewegungs-und Ruhephase zu haben. Einen grosse Teil dazu beitragen im Alltag kann ich für mich persönlich, fängt damit an, die Treppe statt den Lift zu benützen. Kleineinkäufe zuFuss gehen usw. Wenn man sich dessen bewusst ist, was für Folgen eine Herzkrankheit haben kann, soll in Alltag Präventiv leben. Im Pflegeheim bieten sich Aktivitäten an, für fast alle. Es wird rücksicht genommen. Daher soll rücksicht auch für sich selbst nicht vergessen gehen. Das Leben ist zu kurz um es zu verschwenden.

  5. Ich finde es wichtig, dass man bereits sehr jung lernt wie man die Herzkrankheiten vorzubeugen kann. Wenn man eine dieser Herzkrankheit bekommt, muss man sein ganzes Leben umstellen. Einerseits muss man ständig den Arzt konsultieren, allenfalls fürchtet man sich vor einem „Rückfall“ in einen akuten Zustand. Das tägliche Einnehmen von Medikamenten schädigt die Magenschleimhaut und auch die Nebenwirkungen können störend sein.
    Es kann auch passieren dass betroffene Menschen sich isolieren, depressiv werden und keine entsprechende Bewältigungsmethode zu der grossen Umstellung haben. Sie müssen plötzlich Trainingspläne einhalten, Ernährungspläne erschaffen der Vitalzeichen kontrollieren.
    Wenn man früh genug davon erfahrt, wie man so gut wie möglich Herzkrankheiten vorbeugen kann erspart das viel Geld und Leid. Ich hoffe dass man in der Zukunft noch bessere Wege zur Heilung und Vorbeugung von Herzkrankheiten findet.

  6. Ich arbeite auf der Langzeitpflege. Vieleunserer Klientinnen und Klienten haben Herzkrankheiten, aufgrund eines Schlaganfalls oder einer Streifung. Die Förderung der Ressourcen, insbesondere der Bewegung ist ein wichtiger Teil der Pflege. Die Ressourcen der Bewegung fördern wir mit individuellem Gehtraining, Mobilisationen, Spaziergängen, Velo fahren, ….. Mobile, adäquate Bewohner auch mal daran erinnern, anstelle des Lifts die Teppe zu benützen. Diese kleine Handlung hat grosse Auswirkungen auf den Kreislauf und auf die „Fitness“ der Bewohner.
    Dadurch wird der Blutfluss gesteigert und das Wohlbefinden verbessert. Auch die Schlafqualität nimmt zu. Ein wichtiger zu beachtender Faktor zur Prävention ist die Ernährung. Eine ausgewogene, salzarme und fettarme Ernährung ist die Basis.
    Ich finde diesen Beitrag sehr interessant und lehhrreich zum lesen. Es sind gute Ansatzpunkte beschrieben, einige von diesen werde ich ausprobieren.

    1. Hallo Frau Zurkirchen,
      wir freuen uns, dass Ihnen der Beitrag gefällt! Und natürlich bekommen Sie die Auswirkungen dieser Maßnahmen bei Ihrer Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen ganz besonders direkt mit.
      Beste Grüße
      Debora Pape

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