Arterielle Embolie


Die arterielle Embolie beschreibt den akuten plötzlichen Verschluss eines arteriellen Blutgefäßes und dessen nachgeschalteten Durchblutungsgebiet auf Grundlage eines, das Gefäß ausfüllenden Blutgerinnsels.

Die akute arterielle Embolie der Arme und der Beine muss innerhalb von wenigen Stunden behoben werden, um dauerhafte Schäden der entsprechenden Körperpartien zu verhindern.

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Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel an einer durch Verkalkungen verengten Stelle

Symptome und Diagnose der arteriellen Embolie

Ist der klinische Verlauf bei der arteriellen Thrombose langsam und schleichend, ist die arterielle Embolie durch den akuten Verschluss durch eine sofortige Durchblutungsstörung des nachgeschalteten Bereiches gekennzeichnet.

In den meisten Fällen betrifft die arterielle Embolie die Beine oder die Arme, in seltenen Fällen können auch Abgänge der Hauptschlagadern, die die Eingeweide versorgen (Visceralarterien) von einem akuten Gefäßverschluss betroffen sein.

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Behandlung der arteriellen Embolie

Die Behandlung der akuten arteriellen Embolie besteht aus der operativen Gefäßfreilegung und Embolektomie (operative Entfernung des Blutgerinnsels) oder der interventionellen Lysetherapie.

Heilungsaussichten bei arterieller Embolie

Ist der Gefäßverschluss infolge der arteriellen Thrombose von schleichendem Charakter, ist die arterielle Embolie als akute Durchblutungsstörung gekennzeichnet, ohne dass es den betroffenen Körperpartien im Vorfeld möglich war, Kollateralkreisläufe auszubilden.

Die akute arterielle Embolie der Arme und der Beine muss innerhalb von wenigen Stunden behoben werden, um dauerhafte Schäden der entsprechenden Körperpartien zu verhindern. In dramatischen Verläufen kann dies auch den Verlust des Armes oder des Beines bedeuten.

Die arterielle Embolie im Bereich der hirnversorgenden Arterien ist hinlänglich als Schlaganfall bekannt und führt in aller Regel zur Lähmung der gegenseitigen Körperhälfte.

Medikamente bei arterieller Embolie

Nach arterieller Embolie erfolgt in aller Regel die Medikation mit einem Thrombozytenaggregationshemmer (ASS 100). Unter besonderen Voraussetzungen, sowie bei Vorliegen von Herzrhythmusstörungen, kann die nachhaltige Blutverdünnung mittels Marcumar indiziert sein.

Nachsorge der arteriellen Embolie

Die Nachsorge der arteriellen Embolie besteht im Anschluss an die Akutversorgung im diagnostischen Ausschluss einer Emboliequelle.

Sport bei arterieller Embolie

Gegen eine sportliche Aktivität nach einer arteriellen Embolie und erfolgreicher Behandlung bestehen aus medizinischer Sicht keine Einwände.

Autor:
Dr. med. Dipl. oec. med. Colin M. Krüger