Arterielle Thrombose


Bei Thrombosen sind Verstopfungen der Blutgefäße durch Blutgerinnsel. Thrombosen kommen meistens in den Venen oder den Herzhöhlen vor – wird eine Schlagader von einem Thrombus verstopft, spricht man von einer arteriellen Thrombose.

Definition und Ursache der arteriellen Thrombose

Die arterielle Thrombose bezeichnet den Verschluss eines Schlagadersegmentes infolge der Ausbildung von Blutgerinnseln. Ursache für diese Blutgerinnsel ist die Verlangsamung der Blutflussgeschwindigkeit, bedingt durch den Verschluss vorgeschalteter Engstellen im Bereich der Schlagadern. Diese Engstellen beruhen überwiegend auf dem Boden von Arteriosklerose und arterieller Gefäßverkalkungen.

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Darstellung einer verkalkten Engstelle in einer Aterie (oben), die durch ein Blutgerinnsel verstopft wird (unten)

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Symptome und Diagnose der arteriellen Thrombose

Bei der arteriellen Thrombose bemerkt der Patient spontan einen belastungsabhängigen Schmerz im Bereich hinter dem Gefäßverschluss. Die Diagnosestellung kann unkompliziert mittels FKDS (farbcodierter Dopplersonographie) oder entsprechender radiologischer Gefäßdiagnostik erfolgen (Angiographie-CT, arterielle Angiographie).

Behandlung der arteriellen Thrombose

Bestehen infolge der arteriellen Thrombose für den Patienten leistungseinschränkende Durchblutungsstörungen der nachgeschalteten Gefäßabschnitte, stehen grundsätzlich die chirurgische Gefäßfreilegung oder das medikamentöse Auflösen des Blutgerinnsels als therapeutischer Ansatz zur Verfügung.

Da die arterielle Thrombose in aller Regel Folge eines veränderten Gefäßsystems ist, empfiehlt sich nach Lokalisation der vorgeschalteten Engstelle im Blutgefäßsystem die chirurgische Freilegung und Behebung der Engstelle sowie die Ausräumung des Blutgerinnsels. In gleicher Weise kann aber auch in ausgewählten Fällen mittels interventioneller Kathetertechnik die Thrombose medikamentös gelöst-und die vorgeschaltete Engstelle im Gefäßsystem durch Katheterangioplastie (Ballondilatation) erweitert werden.

Heilungsaussichten bei arterieller Thrombose

Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann sowohl nach chirurgischer wie auch medikamentöser Behebung der Thrombose eine dauerhafte, vollständige Wiederherstellung der Durchblutungssituation erreicht werden.

Medikamentöse Behandlung der arteriellen Thrombose

Nach einer arteriellen Thrombose ist die Medikation mit Acetylsalicylsäure (ASS 100 mg 1 x 1) lebenslang empfehlenswert. In ausgewählten Fällen ist eine permanente Blutverdünnung, beispielsweise mit Marcumar, notwendig.

Nachsorge bei arterieller Thrombose

Die Nachsorge dieser Patienten bei wiederhergestellter vollständiger Durchblutungssituation richtet sich primär nach dem klinischen Beschwerdebild. Das bedeutet, dass eine wiederhergestellte arterielle Durchblutung nicht regelmäßig kontrolliert werden muss. Im Falle von neuerlich auftretenden Beschwerden sollte sich der Patient in einer entsprechenden gefäßmedizinischen Abteilung in Behandlung begeben.

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Sport nach einer arteriellen Thrombose

Nach vollständiger Wiederherstellung der Durchblutungssituation nach stattgehabter arterieller Thrombose ist die sportliche Aktivität uneingeschränkt möglich.

Autor:
Dr. med. Dipl. oec. med. Colin M. Krüger