Hypertensive Krise (Bluthochdruckkrise)


Unter einer hypertensiven Krise, auch Bluthochdruckkrise genannt, versteht man einen plötzlichen Blutdruckanstieg auf Werte von 230/130 mmHg verbunden mit einer drohenden oder bereits stattfindenden Schädigung von Organen wie z.B. Herz, Hirn oder Niere. Diese Bluthochdruckkrise kann lebensbedrohlich sein. Bei rascher Behandlung der hypertensiven Krise sind allerdings meistens keine Spätfolgen zu befürchten.

Woher kommt die Bezeichnung „hypertensive Krise“?

Die arterielle Hypertonie ist in unserer Gesellschaft eine der häufigsten Krankheiten. Die meisten Menschen mit arterieller Hypertonie werden mit einem oder mehreren Blutdruckmedikamenten behandelt und sind mehr oder weniger gut eingestellt. Bei einem Teil von ihnen kommt es im Verlauf ihrer Krankheit zu einem plötzlichen sehr starken Anstieg des Blutdruckes, z.T. auch dann, wenn der Blutdruck überwiegend normal ist. Dieser plötzliche Anstieg des Blutdruckes kann mit zum Teil schweren Symptomen einhergehen, daher die Bezeichnung „Krise“.

Ursachen für eine hypertensive Krise

Die Ursache für den plötzlichen Blutdruckanstieg ist nicht immer zu klären, häufig liegt aber eine Nicht-Einnahme oder Absetzen der Blutdruckmedikamente zu Grunde. Verstärkt wird der rasche Blutdruckanstieg oft durch die dann zusätzlich einsetzenden Angstzustände.

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Symptome einer hypertensiven Krise?

Entsprechend der drohenden oder einsetzenden Schädigung wichtiger Organe kann es zu Herzschmerzen, Lähmungserscheinungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Behandlung einer hypertensive Krise

Eine hypertensive Krise (Bluthochdruckkrise) kann lebensbedrohlich sein, daher muss bereits außerhalb des Krankenhauses eine rasche Therapie (häufig durch den Notarzt) eingeleitet werden. Die sofortige Behandlung besteht in der Gabe von schnell wirkenden Blutdruckmedikamenten, entweder als Tablette oder Flüssigkeit zum Einnehmen oder als Infusion / Spritze. In der Regel erfolgt nach der Erstversorgung ein Transport ins Krankenhaus. Ggf. erfolgt auch die Gabe von Beruhigungsmedikamenten. Bei rascher Behandlung sind meistens keine Spätfolgen zu befürchten.

Autor:
Dr. med. Harald Schwacke