Kaffeetrinker leben länger

Kaffee gehört für viele Menschen einfach mit dazu. Ob im Büro, in der Werkshalle, in den Fußgängerzonen oder im Kaffeekränzchen: Kaffeetrinken ist gleichzeitig Lifestyle, soziale Aktivität und alltägliche Gewohnheit.

Das heiße Getränk galt über Jahrzehnte als Krankmacher: Kaffee treibe den Blutdruck in die Höhe, begünstige Arterienverkalkung und löse im schlimmsten Fall sogar Krebs aus. Doch dieses Allgemeinwissen wankte in den letzten Jahren. Verschiedene Studien beschäftigten sich mit dem Kaffeekomplex und es zeichnete sich ab, dass das Tässchen zwischendurch nicht so gefährlich ist, wie jeder glaubte.

Kaffeebohnen

Adieu, schlechter Ruf: Kaffee ist rehabilitiert

Eine neue Studie, mit weit über 500.000 Teilnehmern in zehn europäischen Ländern über mehr als 16 Jahre außergewöhnlich breit angelegt, verglich den Kaffeekonsum mit den Todesumständen der rund 42.000 während dieser Zeit verstorbenenen Teilnehmern. Störfaktoren, wie Rauchen, schlechte Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Bewegung, wurden dabei aus der Statistik herausgerechnet.

Die Forscher der European Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie fanden heraus, dass die Kaffeetrinker vor allem seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen starben und auch seltener an Erkrankungen der Leber litten. Allerdings war die Zahl an Frauen, die Kaffee tranken und an Eierstockkrebs starben, leicht höher als bei den Nicht-Kaffeekonsumentinnen.

Unbedeutend wirkte sich dagegen die Menge an Kaffee oder die Zubereitungsart – etwa Filterkaffee oder Espresso – aus, und auch entkoffeinierter Kaffee schien die gleiche Wirkung zu entfalten wie Kaffee mit Koffein. Viel Zucker oder Kaffeesahne sind dagegen als schädlich zu betrachten.

…Aber übertreiben Sie nicht!

Bedeutet das nun, dass jeder mehr Kaffee trinken sollte? Nein – denn die EPIC-Studie kann nicht erklären, woran es liegt, dass Kaffeetrinker offenbar insgesamt gesünder sind. Sie stellt nur fest, dass eine statistisch relevante Personenanzahl zu Lebzeiten Kaffee getrunken hatte und weniger an diversen Volkskrankheiten litt. Dennoch ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass uns der Kaffee zumindest nicht schadet!


von Debora Pape. 15.08.2017


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