Krampfadern-Behandlung | Darstellung der verschiedenen Methoden

Krampfadern-Behandlung

Das Spektrum der Methoden zur Krampfadern-Behandlung hat sich in den letzten 10 Jahren durch die Katheterverfahren deutlich erweitert. Davon profitieren auch Risikopatienten mit Venenleiden (z.B. Patienten mit Durchblutungsstörungen der Beine, Patienten unter Marcumar-Therapie).

Krampfadern
Schwere Krampfadern

Hintergrund zu Venenkrankheiten

Akute und chronische Venenkrankheiten gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern in der deutschen Bevölkerung. Die Venen transportieren das sauerstoffarme Blut zum Herzen. Aus den Beinen muss das Blut entgegen der Schwerkraft nach oben gepumpt werden. Krampfadern entstehen, wenn dieser Transport nicht mehr problemlos möglich ist und das Blut sich staut. Die Krampfadern selbst sind also Symptom für ein grundsätzliches Venenproblem.

Krampfadern sind nicht nur unschön, sondern können aufgrund des gestörten Blutflusses in den Venen Beinbeschwerden bereiten. Mögliche Konsequenzen sind Hautveränderungen, Venenentzündungen, ein offenes Bein und eine Thrombose der tiefen Venen mit der Gefahr einer Lungenembolie.

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Thrombose in den tiefen Beinvenen: Verschluss einer Venenklappe durch ein Blutgerinnsel

Die krankhaften Gefäßveränderungen führen zu einer Verlangsamung und teilweise auch fehlgerichteten Strömung des Blutes. Hierdurch können irreparable Schäden an den tiefen Beinvenen entstehen.

Untersuchungsmethoden vor der Krampfadern-Behandlung

Die modernen Untersuchungsmethoden zur Feststellung eines Venenleidens umfassen in der Regel die sog. digitale Photoplethysmographie (dPPG), mit der optisch die Wiederauffüllzeit der Venen gemessen wird, die Doppler-Untersuchung und die farbkodierte Duplexsonographie (FCDS). Die FCDS ist die Methode der Wahl zur Planung der weiteren Therapie, da mit ihr die Venen und deren Blutfluss bildlich dargestellt werden.

Verfahren der Krampfadern-Behandlung

An Möglichkeiten der Behandlung von Krampfadern stehen grundsätzlich Kompressionsverbände, Kompressionsstrümpfe und -manschetten als Basistherapie – neben einer ausreichenden Bewegung – zur Verfügung. Venenmedikamente können Beschwerden lindern und die Funktion der Venen positiv beeinflussen.

An interventionellen Behandlungsmethoden sind die Verödungsbehandlung (flüssig oder als Schaum), die Miniphlebektomie (das sog. „Häkeln“), die Stripping-Operation und die neueren Katheterverfahren (Laser oder Radiowelle) zu nennen. Als Hauptkomplikationen der Verfahren können Blutergüsse, Strangbildung der behandelten Venenabschnitte, Hautverfärbungen und das sogenannte „Matting“ (Ausbildung feiner roter Äderchen) sowie Nervenirritationen auftreten.

Als Nachbehandlung ist abhängig vom gewählten Verfahren das Tragen von Kompressionsstrümpfen für einen festgelegten Zeitraum unabdingbar. Bei den neueren Katheterverfahren ist dieser in der Regel deutlich kürzer als nach der klassischen Stripping-Operation.

Autor:
Prof. Dr. med. Stephan Grabbe

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